Richard Sapper – die Espressomaschine im MoMA 3


Wie schafft es eine Espressomaschine ins Museum of Modern Art in New York?

Richard Sapper (1932-2015)- Design pur!

Richard Sapper retroliving

Er gilt als einer der wichtigsten Designer seiner Generation.

Sapper begann siene Karriere als Designer bei Mercedes-Benz, und übersiedelte 1958 nach Mailand. In Italien arbeitete er mit renomierten Designern, wie Gio Ponti und Marco Zanuso zusammen. Richard Sapper arbeitete im Auftrag italienischer Firmen an der Gestaltung von Alltagsgegenständen um gegen die Konkurrenz aus Japan und Deutschland bestehen zu können. So wurde zum Beispiel bereits im Jahre 1965 für Siemens ein Klapptelefon entwickelt, was absolut als Vorreiter für die Handyindustrie der 90er Jahre bezeichnet werden kann.

1972 entwarf Sapper für den Leuchtenhersteller Artemide die Schreibtischleuchte Tizio. Diese war nicht nur eine der ersten Niedervolt-Halogenleuchten, sondern sie benötigt auch keine Verkabelung, da der für den Betrieb nötige Strom durch die Arme des Gestells geleitet wird. Diese Schreibtischlampe wurde weltweit ein Kultobjekt und ist bis dato eine der meistproduzierten Lampen weltweit. Neben vielen Designpreisen, die Richard Sapper für dieses Design erhalten hat wurde die Lampe in den Sammlungen.der New Yorker Museen Metropolitan Museum of Art und Museum of Modern Art aufgenommen.Tizio Leuchte Richard Sapper

Doch wie schaffte es die Espressomaschine zu Weltruhm?Sapper Espressomaschine

Im Jahre 1978 beauftragte Alessi – ein italienisches Unternehmen für Küchenmaschinen – Sapper das erste Produkt einer langen Serie zu gestalten, die Espressomaschine 9090. Bis 2009 war Sapper als einer der entscheidensten Designer für Alessi tätig, und schuf nicht nur Kaffemaschinen, sondern auch Töpfe, Pfannen, messer und andere Küchengeräte. Viele Sterne- und Haubenköche weltweit verwenden die von Richard Sapper entworfenen Küchengeräte weltweit.

Der Wasserkessel Bollitore, der mit einer doppeltönigen Pfeife, die Tekanne Bandug und eine Käsereibe sind nur eineige der von Richard Sapper designten Artikel, die noch heute von Alessi vertrieben werden und auch in unserem Shop erhältlich sind.

1980 wurde Sapper zum leitenden Berater für Industriedesign bei IBM nominiert und begann dort mit der Gestaltung zahlreicher Laptops, darunter den ersten ThinkPad (700C) im Jahr 1992. Die Tradition von IBM – die perlgrauen Maschinen – gehörten der Vergangenheit an. Viele werden sich noch an den roten Knopf, der als Cursor diente, im ThinkPAd erinnern – das war Sapper! Bis 2008 war richard Sapper als Berater für IBM/Lenovo tätig.

Richard Sapper war auch als Lehrer an der Yale University, der Kunstakademie Stuttgart, der Universität von Peking, dem Royal College of Art in London, der Domus Academy in Mailand, der Universität von Buenos Aires, und der Universität für angewandte Kunst in Wien tätig.Richard Sapper Fön

 

Hier finden Sie einige Produkte und auch Bücher aus dem schaffen von Richard Sapper.


3 Gedanken zu “Richard Sapper – die Espressomaschine im MoMA

Kommentare geschlossen.